Freitag, Februar 21, 2020

"Vater, unser Haus brennt!"

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Nur wenige Tage nach der Beerdigung des Bruders von ora-Projektpartner Eduard Rudolf aus Rumänien, erhielt der Rumäne aus Cluj vergangenen Sonntag einen weiteren Schreckensanruf:
"Vater, unser Haus brennt!"

Wir haben Eduard, der neben vielen anderen Tätigkeiten die Hausaufgabenbetreuung in Apata und in Augustin aufgebaut hat, Soforthilfe für den Wiederaufbau seines Hauses in Cluj versprochen. Wer kann der Familie mit einem Beitrag helfen?

Eduard Rudolf schreibt: "Vier Stunden lang hat die Feuerwehr zehntausende Liter Wasser gepumpt, bis das Feuer gelöscht war. Es waren etwa 20 Männer, 4 Feuerwehr LKWs, ein Kran, 2 Ambulanzen, 2 Polizeiwagen und all unsere Nachbarn dabei. Leider ist unsere Straße so schmal, dass die großen LKWs nicht nahe zu unserem Haus kommen konnten.

Wir sind Gott enorm dankbar, denn meine Frau Ibi ist noch ein letztes Mal in das Badezimmer gegangen, nachdem sie sich  schon zum Schlafen niedergelegt hat. Dort hat sie so ein feines Geräusch gehört wie Popcorn. Dann hat sie einen Funke bemerkt und sofort alle Personen aus den Schlafzimmern geholt. Schon eine halbe Stunde später wäre es zu spät gewesen.
Ich bin Gott unendlich dankbar, dass wir nicht weitere 4 Tote in der Familie begraben müssen!!

Betreffend des Schadens: wir können noch nicht genau sagen, wieviel die Reparaturarbeiten kosten werden, aber es werden mindestens 15.000 Euro Gesamtschaden sein. Wir brauchen ein neues Dach und auch im Haus gibt es sehr viel Schaden in den Räumlichkeiten. Zur Zeit kann man in unserem Haus nicht wohnen - wir haben keine Elektrizität. Ein bis zwei Wochen muss das Haus trocknen. Es ist gefährlich, dass ein Kurzschluss entsteht.

Unsere Bitte: ich appelliere an die Hilfsbereitschaft meiner Geschwister, Freunde, Bekannten: falls jemand bereit ist eine kleine Summe (oder große Summe) zu spenden, wäre uns als Familie sehr geholfen.

Euer Eduard"

Mittwoch, Februar 19, 2020

LWBFS Andorf packt Baby-Pakete für Rumänien

Schülerinnen der Fachschule Andorf engagierten sich für die Gute Sache und unterstützten uns bei unserer Baby-Aktion. Bei dem Projekt der  drei 1. Klassen und der 2c Klasse ging es darum, Babyartikel zu sammeln und daraus Startpakete für Mütter in Rumänien zu packen.

Um Geld für Anschaffungen wie Fläschchen, Schnuller und Pflegeprodukte zu haben, wurden in der Vorweihnachtszeit verschiedenste Aktionen wie das Produzieren und Verkaufen von Weihnachtskarten oder das Backen und Verzieren von Lebkuchen für die Weihnachts- feier des Maschinenrings Andorf organisiert. Die Schülerinnen waren mit vollem Einsatz dabei. Auch nette Kärtchen mit Glückwünschen auf Englisch und fertigte Schilder „for a baby girl“ oder „for a baby boy“ für die Beschriftung der Pakete fertigten sie an. 

Insgesamt 39 Baby-Start-Pakete und ein Betrag von 500 Euro für den Transport und Ankauf von Windeln und Babynahrung vor Ort konnte am 7. Februar an uns übergeben werden. 82 Schülerinnen beteiligten sich aktiv an diesem Projekt - viele Schüler, die hier jemandem geholfen haben. Wir bedanken uns bei allen, die an der Aktion beteiligt waren!


Wer bekommt die Baby-Pakete? 
In Zusammenarbeit mit ora-Projektpartnerin Angelika Wenger erreichen wir bedürftige Mütter im Umkreis von Timisoara im Westen Rumäniens. Die unabhängige Stiftung „Pro Vita Medica“ berät kostenlos Frauen, die ungeplant schwanger geworden oder die durch die Schwangerschaft in Not geraten sind. Viele Mütter sind überzeugt, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Erst durch die Beratung, Begleitung und die Zusage von Unterstützung durch die Mitarbeiterinnen von Pro Vita Medica können sie zur Schwangerschaft und dem Kind „Ja“ sagen. Hier wird allen Frauen geholfen, unabhängig von ihrem Familienstand, Alter, Volksangehörigkeit, materieller Situation oder religiöser Überzeugung. Hier wird jeder Frau Mitgefühl, Liebe und Annahme entgegengebracht. Niemand wird verurteilt.

Mehr Informationen zu unserer Baby-Aktion gibt es hier...

Sonntag, Februar 09, 2020

Wünsche wurden wahr - Danke!

Wir haben Familien in unseren Projekten in Rumänien, Indien und Ghana nach ihren Wünschen zu Weihnachten gefragt. Dank zahlreicher Spenden von euch konnten wir diese Wünsche auch erfüllen. Dafür danken wir euch recht herzlich!

26 Familien in der Armensiedlung von Targu Mures in Rumänien konnten wir mit Öfen ausstatten, viele weitere Menschen mit Brennholz für den kalten Winter versorgen.

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Die Familien können nun erleichtert aufatmen, und müssen sich keine Sorgen mehr machen, wenn die Temperaturen unter Null Grad sinken.  „Die Menschen erkennen den Wert dieses Geschenks. Sie sind so dankbar dafür! Mit dem neuen Ofen müssen sie nicht mehr frieren in ihren eignen vier Wänden und können damit  auch kochen und backen. Davon konnte ich mich selbst überzeugen, als mich eine Familie eine Woche später zum Essen einlud.“- Joszi Mucui, ora-Projektpartner



50 Kinder und Jugendliche aus unserer Little Flower Schule in Ghana haben eine Matratze und einen Kopfpolster erhalten und müssen nun nicht mehr auf dem kalten Boden  schlafen. 


„Wir waren erschüttert, als wir hörten, dass die meisten Kinder auf dem harten Fußboden schlafen müssen. Und wenn sie doch eine Matratze haben, dann müssen sie sie mit zwei oder gar drei Geschwistern teilen. Die Freude über eine eigene Matratze sowie einen Kopfpolster war nicht nur den Kindern im Gesicht anzusehen. Auch die Eltern freuten sich mit ihren Kindern!“ Paul Otoo, ora-Projektpartner




72 an Tuberkulose oder HIV erkrankte Personen in Indien konnten mit Vitaminpaketen beschenkt werden. Gesunde Ernährung ist für die Kranken besonders wichtig, damit ihr Immunsystem gestärkt wird. Dank eurer Spenden konnten die Cluny-Schwestern eine große Weihnachtsfeier für diese Menschen veranstalten, wo ihnen wertvolle Lebensmittel überreicht wurden.


„Gemeinsam mit 67 betroffenen Erwachsenen und fünf Kindern haben wir ein großes Weihnachtsfest gefeiert. Zuerst haben wir gemeinsam gebetet. Danach erhielten alle ein Paket mit Reis, Rotne Linsen, Datteln, verschiedenen Bohnen, Obst, Gemüse und Protein Pulver. Die Kinder erhielten zusätzlich eine Schultasche. Außerdem gab es ein leckeres Festessen für alle. Wir danken dem Herrn für diesen wundervollen Tag!“ – Sr. Ephrem, ora-Projektpartnerin


Im Namen aller beschenkte Familien und unserer Projektpartner sagen wir DANKE für eure Spenden! Ihr habt die Wünsche so vieler Menschen wahr werden lassen. 

Donnerstag, Februar 06, 2020

Danke für 5.325 Weihnachtspakete!

Viele Gemeinden, Schulen und Kindergärten, Privatpersonen und andere Gruppen haben auch 2019 mitgeholfen, sodass sich insgesamt 5.325 Kinder in unseren Projekten in Rumänien, Albanien und Ungarn zu Weihnachten an ihrem Geschenk freuen konnten. 

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Wir danken besonders den unermüdlichen Helfern aus Salzburg und Tirol. Alleine in Bramberg sind 763 Pakete zusammen gekommen, die direkt nach Ungarn gebracht wurden. Auch in Fieberbrunn, St. Martin bei Lofer, Leogang, Maria Alm und vielen anderen Orten wurde fleißig gesammelt, sodass wir in unserem ora-Lager in Leogang insgesamt 1.700 Pakete abholen konnten! Aus Söll in Tirol durften wir uns über 198 Pakete für Kinder freuen!

Auch in Oberösterreich waren mehrere Volks- und Mittelschulen motiviert, sodass weitere 350 Pakete in Andorf abgegeben wurden.  Ebenso danken wir auch unseren Freunden der FCG Wels von der Aktion „Weihnachtsfreude“, insbesondere Roswitha Karl, die weitere 2.400 Weihnachtspakete an unsere Projekte weitergeleitet haben, damit wirklich jedes Kind ein Geschenk der Freude zu Weihnachten erhält. Danke für die gute Zusammenarbeit!


Wir schließen uns dem Dank unserer Projektpartner an und sagen: „Danke für eure Hilfe, damit wir helfen konnten. Danke für eure Hilfe, damit wir weiterhelfen können.“


Donnerstag, Januar 30, 2020

Freudentränen in Ghana

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Dank vieler Spenden für Lebensmittel konnten in Ghana insgesamt 100 Lebensmittelkörbe gepackt und an bedürftige Menschen verteilt werden. Unsere ghanaischen Projektparter Bernice und Paul Otoo berichten uns davon:

"Zwischen dem 26. und 31. Dezember 2019 haben wir mit unserem Team in unterschiedlichen Dörfern um Koforidua und Akropong 100 Menschen mit Lebensmittelkörben beschenkt. 

Uns war es wichtig, vor allem die Menschen zu erreichen, die aus diversen Gründen von der Allgemeinheit zurückgewiesen werden: kranke Personen, ältere, allein stehende Personen oder auch Witwen. Jedes Paket enthielt Reis, Öl, Brot, Tomatenmark, Zucker, Milch, Kakaopulver, Getränke und Dosenfisch."


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Bernice erzählt uns weiter:
"Heuer waren die Verteilungen geprägt von Freudentränen. Eine 90-jährige Frau zum Beispiel, ihr Name ist Naa, wurde von ihrer gesamten Familie und der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen, weil sie eine Krankheit hat, die man in Ghana nicht kennt. Als wir ihr den Lebensmittelkorb überreichten, konnte sie ihre Tränen vor Freude nicht mehr zurück halten. Ein anderer Mann fragte uns, nachdem er die Lebensmittel erhalten hat, vier Mal, ob das auch wirklich alles seine Dinge sind. Er konnte es nicht glauben.

Uns erfüllt es mir großer Dankbarkeit, dass wir Menschen wie diesen helfen dürfen. Es ist schockierend zu sehen, wie manche davon leben. Viele davon schlafen auf dem kalten Lehmboden."



Dienstag, Januar 21, 2020

Rumänien: 1.369 LM-Pakete für bedürftige Familien

Insgesamt 2.166 Familien und ältere, alleinstehende Menschen in den Projektländern Rumänien, Albanien, Bulgarien, Ghana und Haiti konnten wir zu Weihnachten mit einem Lebensmittelpaket überraschen. Alleine in Rumänien durften wir 1.369 Pakete verteilen.

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Unser rumänischer Projektpartner Arpi Szasz in Corunca, in der Region Mures, hat 200 dieser Pakete an bedürftige Familien übergeben. Er erzählt uns von der Verteilung:

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„Wie immer haben wir die Pakete in unterschiedlichen Orten verteilt. Es war für uns wieder sehr schwierig zu entscheiden, wohin wir fahren. Denn es gibt ganz viele arme Menschen. Über die Jahre haben wir die Lebenssituation von so vielen Familien kennen gelernt. Viele davon warteten schon auf uns, andere waren so wie jedes Jahr aufs Neue überrascht. Gemein ist ihnen jedoch, dass sie alle unendlich dankbar sind, wenn wir ihnen das LM-Paket überreichen. All die berührenden Momente sind schwer in Worte und Bilder festzuhalten.

Eine Geschichte hat uns ganz besonders berührt: Wir haben eine Frau besucht. Sie ist noch nicht alt, findet aber keinen Arbeitsplatz, da sie starke Probleme mit den Augen hat. Mit ihr wohnt ihr 14-jähriger Sohn. Die beiden haben den Ehemann und Vater vor einiger Zeit wegen häuslicher Gewalt verlassen. Mutter und Sohn müssen nun gemeinsam irgendwie um die Runden kommen. Die Freude, als wir sie mit einem LM-Paket besucht haben, berührt mich heute noch.


Auch für uns war die Zeit der Verteilungen ein Geschenk: denn zu geben ist oftmals die größte Freude! Wir sind Gott dankbar, dass es durch eure Hilfe diese Möglichkeit gibt, diesen Menschen, Kindern und Familien eine Freude zu machen. Und wir sind euch, ora, sehr sehr dankbar, dass ihr diese Aktion nun bereits jahrelang organisiert. Möge Gott euch dafür segnen! Ganz liebe Grüße, Arpad Szasz und das Szt. Fülöp TEAM“


In den folgenden Tagen und Wochen werden noch mehr Berichte und Fotos folgen...

Freitag, Januar 17, 2020

2.166 Lebensmittelpakete – WOW!

Nun haben wir ein Ergebnis der Lebensmittelaktion 2019: Insgesamt 2.166 Familien in den Projektländern Rumänien, Albanien, Bulgarien, Ghana und Haiti konnten dank eurer Mithilfe und Unterstützung mit einem Paket voller Lebensmittel zu Weihnachten beschenkt werden. Wir sind glücklich, aber vor allem dankbar, dass wir dadurch Menschen in Not etwas Hoffnung und Zuversicht schenken konnten.

1.216 Lebensmittelpakete konnten dank eurer Geldspenden direkt in Ghana, Haiti und Rumänien gepackt werden und an Familien verteilt werden. Weitere 950 Pakete wurden bei uns in Andorf und in den LM-Sammelstellen abgegeben und ebenso an Familien in Osteuropa verteilt.

Frau Viorica
Wir danken euch für die großartige Unterstützung bei der diesjährigen LM-Aktion! Jedes der 2.166 Pakete sorgte für große Überraschung und Freude! 

ora-Projektpartnerin Angelika Wenger aus Rumänien erzählt uns von der Verteilung der LM-Pakete in Calan und Umgebung:

„Dank ora international durften wir rund um Weihnachten 2019 insgesamt 342 Lebensmittelpakete an bedürftige Menschen verteilen. Besonders berührt hat mich der Besuch bei Frau Viorica. Sie ist 72 Jahre alt und wohnt ziemlich weit außerhalb eines Dorfes in einer kleinen Hütte. Wir besuchen sie mehrmals im Jahr. Sie hat dort kein fließendes Wasser (auch keinen Brunnen) und keinen Strom. Ihr Mann ist schon lange verstorben und sie lebt seitdem von einer monatlichen Rente von rund 140 Euro. Das reicht keineswegs, um sich beispielsweise Holz für den Winter zu kaufen. Wenn wir Viorica besuchen, ist das für mich immer ein besonderes Erlebnis.

Frau Viorica lebt unter wirklich schwierigen Verhältnissen, aber niemals hört man ein Jammern oder Klagen aus ihrem Munde. Als wir ihr das Lebensmittelpaket überreicht haben, war sie sehr gerührt. Auch ich bin in solchen Momenten gerührt und dankbar, diese Arbeit mit Hilfe so vieler Spender leisten zu können.“

Auch dieses ältere Ehepaar (s. Foto rechts) besuchen wir öfters. Die beiden haben keine Kinder. Der Mann hört nicht mehr, die Frau ist fast blind. Trotzdem versuchen die beiden ihr Leben miteinander zu meistern. Einer stützt den anderen. Das finde ich beeindruckend! Die beiden sind jedes Mal so froh und dankbar, wenn wir vorbei kommen, und sie schätzen alles, was sie im Leben bekommen. Das Lebensmittelpaket kommt dort an der richtigen Stelle an!“


Mehr Berichte und Fotos der Lebensmittel-Aktion und Verteilung folgen in den kommenden Tagen und Wochen….

Dienstag, Januar 14, 2020

Leuchtende Kinderaugen an Weihnachten

Nicht nur in unserem Projekt in Uganda (wir haben darüber berichtet), sondern auch in unseren ora-Projekten in Haiti und Indien wurden bunte und tolle Weihnachtsfeste gefeiert.


INDIEN
Gemeinsam mit Sr. Ephrem und den Cluny Ordensschwestern, und dank vieler Sonderspenden von Paten, durften wir für hunderte Kinder in Indien eine Weihnachtsfeier organisieren. In Koneripatti, Fatima, Nattamangalam, Selliampatti und Gangavalli im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu wurde an diesen Tagen getanzt, gelacht und vor allem: lecker gegessen!



HAITI
Seit Monaten haben politische Unruhen und Proteste Haiti fest im Griff. Die Menschen sind unzufrieden und fordern den Rücktritt des Präsidenten. Vor allem wirkt sich die Situation auf die Kinder im Land negativ aus: seit mehr als drei Monaten ist der Großteil der Schulen in Haiti geschlossen. Unsere eignen Schulen in Lougou und Raymond bleiben jedoch geöffnet. Wir können Gott danken, dass unsere Projekte aufgrund der Lage in den Bergen von den schlimmsten Unruhen verschont bleiben. Dennoch ist die Lage angespannt.

Daher freut es uns ganz besonders, dass wir den Schülerinnen und Schülern in unseren Dorfschulen in Lougou und Raymond auch heuer wieder, gemeinsam mit unserem Projektparter COFHED, eine Weihnachtsfeier mit Festessen und Geschenken ermöglichen konnten. Auch dafür bedanken wir uns bei allen Paten für die Sonderspenden!