Dienstag, Oktober 27, 2020

LM-Sammlung im Kloster der Franziskanerinnen

Die beiden Franziskanerinnen Sr. Cornelia und Sr. Irene aus Amstetten sammeln seit einigen Jahren Lebensmittel für ORA, indem sie vor einem Supermarkt stehen und Menschen um eine Spende bitten. Weil corona-bedingt aktuell aber keine Lebensmittelsammlung bei INTERSPAR möglich ist, gibt es eine große Lebensmittel-Sammlung direkt im Kloster der Franziskanerinnen.

Wann wird gesammelt?
1. – 25. November 2020
Mo-Fr von 8.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr,
Sa von 9.00-11.00
Sr. Cornelia und Sr. Irene

Was wird gesammelt?
Mehl, Teigwaren, Zucker, Reis, Margarine, Speiseöl, Süßes, Salz, Fleisch-Konserven, Seife, Haarshampoo, Zahnputzzeug und Waschpulver.

Wo wird gesammelt?
Abgabestelle ist die Hauptpforte des Klosters
in der Rathausstr. 16, 3300 Amstetten

Für Rückfragen: 0676/8266 25724

Wir bedanken uns bei Sr. Irene und Sr. Cornelia für ihren unermüdlichen Einsatz und bei allen, die an der Aktion teilnehmen!

Montag, Oktober 19, 2020

Rumänien: Die Geschichte von Doris

ORA-Projektpartner Jozsi Mucui
in Targu Mures, Rumänien
Immer wieder sind wir erschüttert von den Bedingungen, unter denen viele Kinder in unseren ORA-Projekten leben müssen. Zum Beispiel in Rumänien: viele Familien, Großteils Roma-Familien, leben dort am Rande der Gesellschaft. 

Viele Eltern können keinen Job finden, weil sie keine Ausbildung haben, nicht zur Schule gegangen sind, nicht lesen und schreiben können. Oft arbeiten sie auf Mülldeponien der Städte, wo sie Plastikflaschen sammeln, die sie dann für ein paar Cent zum Recyclingzentrum bringen.

Viele Kinder wissen nicht, was eine Toilette, fließendes Wasser oder eine normale Mahlzeit bedeutet. Erst kürzlich erhielten wir folgende berührende Geschichte über das rumänische Mädchen Doris:
Doris

"Das ist Doris. Ich traf sie heute vor ihrem Haus, sie sah sich um und öffnete die Fenster. Sie nahm einen Besen und begann den Boden, der bereits sauber war, zu kehren. Ich fragte sie, warum sie das tat und sie antwortete: "Weil ich darauf warte, dass meine Mutter nach Hause kommt und ich nicht weiß, wann sie kommen wird."

Doris Mutter ist vor wenigen Monaten nach Deutschland gezogen, um dort zu arbeiten, weil sie hier keinen Job finden kann und niemand sie ohne Schulabschluss anstellt. Doris Vater ist im Gefängnis, weil er beim Sammeln von Holz im Wald erwischt wurde. Er wollte das Holz für etwas Geld verkaufen. Auch er konnte keinen Job finden. Und jetzt, in dieser Krisenzeit, ist es noch schwieriger, einen Job zu finden.

Doris will nicht im leeren Haus schlafen, weil sie Angst vor der Dunkelheit hat. Sie geht nachts zu ihrer Großmutter. Am frühen Morgen kommt sie wieder zurück, um das Haus zu putzen und auf ihre Eltern zu warten. Jeden Tag versucht sie, alles in Ordnung zu bringen, damit ihre Eltern nach Hause kommen können. Ihre Großmutter kann kaum für sie sorgen. Genug Essen, Kleidung oder andere notwendige Dinge - all das ist für Doris nicht selbstverständlich. Gott sei Dank kann sie an einem Afterschooling-Programm teilnehmen, wo sie gut versorgt wird. Doris weiß, dass sie zur Schule gehen muss. Denn ohne Ausbildung wird sie es in Zukunft schwer haben."

Wir sind dankbar, dass wir Kinder wie Doris mit unserer Arbeit unterstützen können. Hausaufgabenbetreuung, regelmäßige warme Mahlzeiten und kindergerechte Förderung bringen Hoffnung und Licht in das Leben vieler Kinder und deren Familien. 

Donnerstag, Oktober 15, 2020

Trauer um Enikö Mucui

Józsi mit seiner Frau Enikö

Traurig geben wir Nachricht vom plötzlichen Tod von Enikő Mucui (45) aus dem rumänischen Targu Mures am 5. Oktober 2020.

Enikő war seit 28 Jahren mit Józsi verheiratet. Sie haben drei Kinder: Tochter Enci und Sohn Jocó sind bereits erwachsen und haben eine eigene Familie; Nachzüglerin Deborah ist erst 8 Jahre alt und geht in die 1. Klasse. Gemeinsam haben Józsi und Enikő das Projekt am Hidegvolgy, der Roma-Siedlung am Stadtrand von Targu Mures, aufgebaut und betreut. Hier lebt auch die Familie. ORA unterstützt die Suppenküche und die Hausaufgabenbetreuung in der Siedlung seit mehr als 15 Jahren.

Wir haben sie über die Jahre stets als bescheidene, liebevolle, zarte und doch starke Frau kennengelernt, die ihren Mann Józsi seit vielen Jahren tatkräftig unterstützt hat. Ihr Lächeln wird uns in Erinnerung bleiben. Sie wird vielen Menschen fehlen.

Viele von euch haben Józsi über die Jahre kennengelernt und seine Arbeit hautnah miterleben können. Wir sind froh, dass die Arbeit weitergeht und noch in dieser Woche wird ein Hilfstransport nach Targu Mures fahren. Wir möchten Józsis Familie auch eine Kollekte zukommen lassen und ihm auf diesem Weg zeigen, dass wir Anteil am Tod seiner Frau nehmen. Wer sich finanziell beteiligen möchte, bitte bei der Überweisung „Enikö Mucui“ anführen. Gerne leiten wir auch Briefe und Kondolenzschreiben an Joszi weiter.

Józsi berichtet: 

Enikö bei der Essensverteilung
der Suppenküche in Targu Mures

Liebe Freunde von ORA, 
wir haben in den letzten zwei Monaten alles getan, was uns im Kampf gegen den Krebs möglich war. Wir sind zu den besten Onkologen in Targu Mures und in Cluj gegangen. Trotzdem hat ihr Körper nun aufgegeben. Im Alter von 45 Jahren ist Enikő am 5. Oktober verstorben. Am 7.Oktober fand die Beerdigung statt. Vor allem unsere 8-jährige Deborah kann kaum fassen, was der Tod ihrer Mutter bedeutet. Auch ich kann noch nicht glauben, dass ich nun ohne meine Ehefrau leben soll. Ich bin froh, dass unsere Tochter Enci mit ihrem Mann und ihrer Tochter, meiner Enkelin, bei uns im Haus leben. 

Wir bemühen uns, unsere Arbeit weiterzuführen, auch wenn wir alle den Schmerz über ihre Abwesenheit spüren. Nach einer Woche Pause nahmen wir am 12. Oktober wieder unsere täglichen Arbeiten auf. Unsere Tochter Enci und ich werden mehr Arbeit haben. Enci wird Enikős Aufgaben in der Suppenküche übernehmen, sie hat sofort mit einem Hygiene- und Kochkurs begonnen. Trotzdem bin ich auch dankbar für die vielen Hilfsangebote unserer ehrenamtlichen Helfer. 

Wir sind dankbar für eure Unterstützung unserer Projekte. Wir brauchen euch und wie ihr wisst, ist 2020 ohnehin das schwierigste Jahr seit jeher für uns alle. Bitte betet weiterhin für unsere Familie. Das ist das Wichtigste im Moment. Wenn jemand die Möglichkeit hat, unsere Familie persönlich mit einer Spende zu unterstützen, sind wir sehr dankbar. Die letzten zwei Monate haben uns viel gekostet – emotional und auch finanziell. Gott segne euch.
Józsi mit Familie und Team.

Dienstag, September 29, 2020

Milchpulver-Paten gesucht!

Dr. Moharram mit einer Patientin
Alle 10 Minuten stirbt im Jemen ein Kind an den Folgen von Hunger. Seit fünf Jahren herrscht im Jemen Bürgerkrieg. Über 24 Millionen Menschen, das sind 80 Prozent der Bevölkerung, sind auf Hilfe angewiesen. Die UN beschreibt die Situation sogar als die größte humanitäre Krise der Welt. Tausende sind durch die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstreuen gestorben. Doch noch viele mehr kommen durch Hunger und Krankheit ums Leben.

Die jemenitische Kinderärztin Dr. Ashwaq Moharram kämpft unermüdlich für die Kinder in der Hafenstadt Hudaydah und der umliegenden Region. Sie schafft es – unter schwierigsten Umständen – wöchentlich Mütter und Kinder in den Dörfern zu besuchen und Leben zu retten. Mit speziellem Milchpulver hilft Sie unterernährten Mädchen und Jungen zu Kräften zu kommen. Eine Dose Milchpulver kostet rund 15 Euro.

Helfen Sie uns, Kinder im Jemen vor dem Hungertod zu retten,
und werden Sie Milchpulver-Pate!

Mit einer regelmäßigen Spende ab 15 Euro monatlich ermöglichen Sie kontinuierliche Hilfe und dauerhafte Veränderungen. Eine Projektpatenschaft hilft uns und Dr. Moharram langfristig und sinnvoll zu planen. Wir können durch Ihre regelmäßige Spende langfristige Erfolge der Projektarbeit gewährleisten und akuten Nöten direkt entgegenwirken.

Als Projektpate erhält man ein bis zwei Mal im Jahr einen Bericht mit aktuellen Informationen und Fotos. Laufende Berichte und Neuigkeiten gibt es außerdem das ganze Jahr über auf unserer Homepage und im ORA-Blog. Sollten Sie aus irgendwelchen Gründen ihre Milchpulver-Patenschaft beenden wollen, können Sie diese jederzeit ohne Angaben von Gründen kündigen.

Jetzt Milchpulver-Pate werden:

1) Adresskarte ausdrucken (hier downloaden)
2) Adresskarte ausfüllen und uns per Post oder Email zusenden
3) Kinder im Jemen vor dem Hungertod bewahren

(alternativ zur Adresskarte können Sie auch gleich hier online

Danke für Ihre Unterstützung!

Mittwoch, September 16, 2020

In Ardagger (NÖ) tut sich was!

Mehr Fotos von Verladungen rund
um Ardagger gibt es hier...
Weder die Maskenpflicht wegen COVID-19, noch die Ferienzeit hielt das fleißige Belader-Team rund um unser ORA-Lager in Ardagger im Sommer davon ab, Hilfsgüter zu den Projektpartnern in Osteuropa auf den Weg zu bringen. „Danke unserem hitzebeständigen Belader-Team. Danke allen SpenderInnen für die große Warenmenge und die finanziellen Spenden für die Transporte!“ – bedankt sich Hermi Naderer. Sie hat uns Bilder vom Beladen, vom Pausieren, vom Zuliefern aus Amstetten durch Sr. Cornelia und Sr. Irene, usw geschickt. Das gesamte ORA-Team bedankt sich bei allen fleißigen Helfern und Helferinnen rund um Ardagger. Wir sind dankbar für eure Unterstützung!

Besonders bedanken möchten wir uns auch bei der Fa. Steinbach International GmbH Schwertberg. Das Unternehmen hat eine große Menge Wolle für den guten Zweck gespendet. Frauen aus Ardagger können nun mit glühenden Nadeln stricken und häkeln für Frauen in Albanien.

offizielle Übergabe der Sachspende
von Steinbach International GmbH.
Mehr Fotos hier...
Warum stricken die Frauen in Albanien nicht selbst diese Decken? Diese Frage stellt sich natürlich und ist leicht zu beantworten: Es ist ein Projekt der „Zuwendung und Wertschätzung“. Frauen in Albanien freuen sich sehr über diese Decken, weil sie dadurch erleben, dass sie uns den Aufwand wert sind. Es steckt viel Arbeit und Liebe in jedem einzelnen Stück und das spüren die Frauen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die zum Teil sehr vernachlässigt leben müssen. Die Freude über so ein Geschenk ist daher groß.


Vielen herzlichen Dank an die Familie Steinbach mit der Geschäftsleitung
der Fa. Steinbach International GmbH!

Freitag, September 11, 2020

ORA-Praktikant Paul erzählt...

Praktikant Paul im ORA-Büro
Paul Fasching absolviert bei uns gerade ein 2-monatiges Praktikum. Er unterstützt uns nicht nur im ORA-Büro, sondern hilft auch bei Verladungen im ORA-Lager. Eine große Hilfe ist er vor allem auch im ORA-Flohmarkt Andorf, wo Paul uns tatkräftig unterstützt.

Lieber Paul, wie bist du dazu gekommen, ein Praktikum bei ORA machen?
Ich muss im Rahmen meines Studiums der Staatswissenschaften an der Universität Passau ein Praktikum machen. Da ich mich für Sozial- und Entwicklungspolitik interessiere, war ich der Meinung, dass es sinnvoll wäre, dieses Praktikum in einer internationalen Hilfsorganisation zu absolvieren. Da ich außerdem aus Andorf komme und ORA schon vorher kannte, habe ich mich dann für ein Praktikum bei ORA beworben.

Welche Tätigkeiten machst du bei uns?
An den Flohmarkt-Tagen helfe ich meistens dort aus, ansonsten habe ich Aufgaben im Büro zu erledigen. Grundsätzlich gefällt mir an meinem Praktikum die Abwechslung zwischen den Bürotätigkeiten und dem Aushelfen im Flohmarkt sehr gut.

Praktikant Paul und Helferin Erni
im ORA-Flohmarkt
Was wird dir besonders in Erinnerung bleiben?
Überrascht war ich von dem Aufwand der nötig ist, um die ORA-Flohmärkte zu betreiben. Positiv in Erinnerung bleiben werden mir vor allem die Freude und der Einsatz, den die Mitarbeiter zeigen, um diesen Aufwand zu bewältigen. Alle Mitarbeiter, egal ob ehrenamtlich oder angestellt, zeigen großen Einsatz. Ohne diesen Einsatz wäre es wohl nicht möglich, dass man die Menschen in den verschiedenen Projektländern so gut unterstützt.

Lieber Paul, wir sagen DANKE für deine großartige Unterstützung
und wünschen dir weiterhin alles Gute!

Dienstag, September 08, 2020

Rumänien: "Bitte, dürfen wir noch hierbleiben?"

Wir möchten uns bei allen, die heuer für die ORA-Sommerlager und "Powertage" gespendet haben, recht herzlich bedanken! ORA-Projektpartner Arpi Szász, Jozsi Mucui sowie Beni Schaser in Rumänien konnten im Juli und August dank eurer Spenden spannende Aktivitäten organisieren und viele Kinderaugen zum Leuchten bringen.

ORA-Projektpartner Arpi Szasz aus Corunca in Rumänien berichtet von den besonderen Sommerprogrammen, die er heuer dank eurer Spenden organisieren konnte:

viele lustige Aktivitäten wurden durchgeführt..
Mehr Fotos hier...
"Wir wollten für die Kinder, besonders nach so viel Zeit in Quarantäne, eine schöne, fröhliche, unvergessliche Zeit organisieren. Viele von ihnen hatten nur diese eine Möglichkeit, im Sommer ein bisschen von zu Hause rauszukommen. Und auch die Eltern waren froh über diese Programme, denn ihre Kinder konnten lange Zeit nicht mit anderen Kinder spielen, es gab keine Schule, kein Spielplatz, usw…", erzählt Arpi Szasz.

"Es gab Tage, da sind viel mehr Kinder gekommen, als wir geplant hatten. Einige von den Kindern haben Freunde und Geschwister mitgebracht. Einige Male kamen auch die Eltern morgens zu uns mit kleinen, weinenden Kindern und haben gefragt, ob sie bleiben dürfen. Denn die älteren Geschwister sind da und die Kleinen möchten auch unbedingt da sein. Naja, wir konnten nicht nein sagen. Natürlich haben wir sie hiergelassen, obwohl das Programm eigentlich für ältere Kinder geplant war. Aber sie waren sooo fröhlich."


HIER geht's zum vollständigen Bericht von Arpi Szasz...
IN DIESEM ALBUM findet ihr weitere Fotos von den Sommerlagern 2020...


Mittwoch, September 02, 2020

Haiti: Endlich wieder Schule!

Seit dieser Woche dürfen die Kinder in ORAs Projektdörfern Lougou und Raymond in Haiti wieder in die Schule gehen! 6 Monate lang waren diese wegen Corona geschlossen.

Die Kids freuen sich riesig auf einen geregelten Alltag, wo sie endlich wieder neues lernen können, mit ihren Freunden spielen können, und: wo sie eine täglich warme Mahlzeit bekommen. Bis Ende September wird nun daran gearbeitet, das vergangene Schuljahr 2019-2020 abzuschließen. Im Oktober beginnt dann offiziell das neue Schuljahr 2020-2021.

Um sich nach wie vor vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen, tragen die Kids Masken und müssen sich regelmäßig die Hände waschen. Das ORA-Team vor Ort tut alles, um die Jungen und Mädchen auch weiterhin bestmöglich zu schützen und informieren. Wir wünschen den Kindern einen erfolgreichen Schulstart und alles Gute für die kommende Zeit!

Freitag, August 28, 2020

Herbst-Sammlungen 2020

Neben den ganzjährigen Abgabemöglichkeiten (zu finden hier), möchten wir auf unsere Herbst-Sammlungen in den nächsten Wochen aufmerksam machen. Hier werden die Sachspenden direkt auf einen LKW verladen und nach Osteuropa gebracht.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten im Frühjahr 2020 nicht alle Sammlungen wie geplant durchgeführt werden. Wir freuen uns daher, wenn nun alle Herbst-Sammlungen starten können.

Der Kalender auf unser Homepage (rechts oben unter Termine) wird stets aktuell gehalten. Bitte im Zweifelsfall hier nachsehen oder die Zuständigen der Sammlung kontaktieren.

Alle Termine & Infos findet ihr auch im untenstehenden Dokument:

Wir danken allen, die auf verschiedene Art und Weise Hilfsgüter und Sachspenden sammeln. Der Bedarf ist weiterhin gegeben, vor allem jetzt, wo die Corona-Krise Armut in Osteuropa nochmals verschlimmert.

Montag, August 24, 2020

Indien: Eine Patenschaft in Krisenzeiten

Auch Yogeswari schickt ihrem
Paten liebe Grüße!
Unsere ORA-Paten haben in den vergangenen Tagen Grüße, Updates und ein aktuelles Foto von ihrem Patenkind in Indien erhalten. Angesichts der angespannten Lage sind wir sehr dankbar, dass von allen ORA-Patenkindern und deren Familien nach wie vor niemand erkrankt ist. Denn die Covid-19 Situation in Indien spitzt sich weiterhin zu: alleine im südöstlichen Bundesstaat Tamil Nadu, wo sich die ORA-Projekte befinden, gibt es mehrere tausend Neuinfektionen pro Tag. 

„Am 15. August hätten wir den 73. Unabhängigkeitstag gefeiert. Normalerweise mit großen Feiern, Tanz und Freude. Dieses Jahr sah es anders aus: keine Feiern, keine Versammlungen und ungewisse Aussichten“, schreibt ORA-Projektpartnerin Sr. Ephrem.

Auch Schulen bleiben in Indien bis auf weiteres geschlossen. Bereits im Juni hätte das neue Schuljahr beginnen sollen. „Die Kinder wissen schon nicht mehr, was sie unternehmen sollen. Immer nur zu Hause, auf kleinstem Raum. Wir versuchen, die Familien der Patenkinder so gut es geht zu unterstützen!“, versichert uns Sr. Ephrem. Erst kürzlich hat sie für alle Patenkinder Hygieneartikel und Lebensmittel gekauft.

Die Folgen der Corona-Pandemie sind für Indien verheerend. Daher ist eine Patenschaft gerade in Krisenzeiten wie dieser wichtiger denn je; nicht nur Indien, sondern auch in unseren ORA-Projekten in Haiti, Ghana oder Uganda. Du hast Interesse an einer ORA-Patenschaft? Wir freuen uns über deine Nachricht oder deinen Anruf.

Dienstag, August 11, 2020

Rumänien: endlich Ferienspaß!

Aurel und seine neue Liebe: das Quad

ORA-Projektpartner Beni Schaser und sein Team veranstalten gerade eines der ORA-Sommerlager. Er schreibt uns: "Die erste Kinderfreizeit läuft richtig gut. Es sind 15 Kinder aus armen (Roma) Familien... nächste Woche sind es etwa 12 Teenie Mädchen... danach kommt Fiatfalva dran... da sind es etwas mehr. Jede Freizeit läuft über 3 volle Tage. Hier auf dem Foto Aurel während der Freizeit. Er ist Autist und verschwindet immer mal aus der Gruppe. Mittlerweile wissen wir aber schon, wo wir ihn suchen müssen 🤭 - seine neue Liebe, unsere Quads..."

Trotz oder gerade wegen der aktuellen Krisenzeit wollen wir sozial benachteiligten Kindern in unseren ORA-Projekten in Rumänien einen schönen Sommer ermöglichen. Mit 15 Euro kann ein wunderbarer Tagesausflug für ein Kind organisiert werden. Mit 45 Euro schenkst du einem Kind einen 3-tägigen, unvergesslichen Aufenthalt im ORA-Sommerlager. Gleich hier spenden: unkompliziert und einfach.... 

Mehr Infos zu den ORA-Sommerlagern gibt es hier...

Mittwoch, Juli 29, 2020

Rumänien: Sommerlager mal anders...

Normalerweise sind unsere ORA-Sommerlager gerade im vollen Gange. „Es ist die beste Zeit des Jahres!“, hat uns letztes Jahr ein Mädchen voller Freude berichtet. Denn für die meisten Kinder in unseren ORA-Projekten in Rumänien sind die Tage im ORA-Sommerlager die einzigen, an denen sie sorglos spielen können. Viele Kinder fragen sich nun, ob sie dieses Jahr aufgrund der Corona-Pandemie auch in den Ferien zuhause bleiben müssen? 

Fest steht: Die ORA-Sommerlager werden auch dieses Jahr stattfinden. Denn wir wollen sozial benachteiligten Kindern gerade in dieser schweren Zeit einen schönen Sommer ermöglichen. Ausflüge, Rätselralleys, Lagerfeuer, Spiele, Aufmerksamkeit und gutes Essen: Diesen Ausgleich brauchen die Kinder nach der langen Krisenzeit.

Wie die ORA-Sommerlager heuer genau aussehen, erfährt ihr hier...

Wir wollen Kinder aus dem oft unglücklichen Alltag herausholen und ihnen eine Auszeit schenken. Könnt ihr uns dabei mit einer Spende unterstützen? Mit 15 Euro kann ein wunderbarer Tagesausflug für ein Kind organisiert werden. Mit 45 Euro schenkst du einem Kind einen 3-tägigen, unvergesslichen Aufenthalt im ORA-Sommerlager.


Mittwoch, Juli 22, 2020

Haiti: Lebensmittelpakete & Hausbesuche

Schüler aus Raymond bedanken sich
bei ORA für die Lebensmittelpakete
Die Kinder in unseren Projektschulen in Haiti, der "La Petit Academie de Lougou" und der "Le Jardin des Rossignols" in Raymond, bekommen in der Mittagspause normalerweise vier mal pro Woche eine warme Mahlzeit. Für die meisten ist es auch die einzige warme Mahlzeit am Tag.

Schule mal anders: Hausbesuch der Lehrerin
Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind die Schulen seit Monaten geschlossen. Somit gibt es auch kein tägliches warmes Mittagessen. Um die Kinder dennoch gut zu versorgen, und auch um die Eltern zu entlasten, haben unsere ORA-Projektpartner vor Ort, das Team von COFHED, Lebensmittelpakete verteilt. Die Familien durften sich so unter anderem über Erdnussbutter, Milch und Haferflocken freuen.

Auch die Lehrer zeigen Engagement: zwei Mal pro Woche besuchen sie ihre Schüler und Schülerinnen zu Hause, um mit ihnen Hausübungen zu machen, zu lernen und um sich ganz einfach über ihre Gesundheit zu erkundigen. Wir freuen uns über so viel Engagement!

Donnerstag, Juli 09, 2020

Uganda: Jacob bewies Durchhaltevermögen

Jacob ist ein fröhlicher junger Mann
Der 29-jährige Jacob ist von Geburt an physisch beeinträchtigt. Er kann weder gehen noch aufrecht stehen. Die ersten Schuljahre haben ihn seine Schwestern tagtäglich auf deren Rücken zur Schule getragen. Wenn diese keine Kraft mehr hatten, hat er sich auf allen Vieren fortbewegt. Leider musste er dann die Schule gänzlich abbrechen, bis er endlich einen eigenen Rollstuhl bekam.

Im Jahr 2008 wurde er ins ORA Unterstützungsprogramm in Uganda aufgenommen. Mit seinem großen Ehrgeiz holte er die verlorene Schulzeit auf, und konnte mittlerweile die Pflichtschule abschließen. Erst kürzlich hat er auch seine Ausbildung im Weben und maschinellen Stricken abgeschlossen. Er näht Kleidung für die lokale Krankenschwesterschule und verdient dadurch sogar mehr als andere Männer in seinem Alter.

Jacob hat allen gezeigt, dass man aufgrund einer Behinderung nicht wertlos ist und dieselben Rechte hat wie jeder andere auch. In seiner Gemeinschaft leistet er einen wichtigen Beitrag und kann für seine Familie sorgen. 

Wir freuen uns sehr über Erfolgsgeschichten wie diese. Dank eurer Unterstützung können wir Menschen wie Jacob eine bessere Zukunft ermöglichen. 

Gerade die aktuelle Corona-Krise ist für viele Menschen eine große Belastung und kann langfristige Folgen haben. Wir sind daher vermehrt auf der Suche nach neuen Paten und Patinnen. Bei Interesse kontaktiere uns gerne. Danke!

Freitag, Juni 26, 2020

Indien: neu renovierte Schule wartet auf Schüler

Ihr könnt euch bestimmt noch erinnern: im September 2019 haben wir einen Spendenaufruf für Anbu Illam gestartet. Der Schule für Kinder mit Beeinträchtigungen drohte die Schließung. Dringende Reparaturen waren fällig und gleichzeitig fehlte das Geld vom Staat, um die Lehrkräfte zu bezahlen. Dank eurer unglaublich großzügigen Spendenbereitschaft sind bei uns damals innerhalb weniger Wochen Spenden in der Höhe von 13.000 Euro eingegangen, welche wir sofort weiterleiten konnten.

Mehr Fotos von den Arbeiten und
der Gebäudesegnung hier...
Rasch konnten die Bauarbeiten beginnen. Das Dach wurde repariert, alle elektrischen Leitungen auf den neuesten Stand gebracht, Wasserleitungen überprüft, Risse in den Wänden ausgebessert und alle Wände neu gestrichen. Nun können wir euch erfreut berichten, dass die Renovierung abgeschlossen ist. Das gesamte Schulgebäude erstrahlt wieder in neuem Glanz.

Doch leider ist es rund um das Gebäude trotz Fertigstellung derzeit still. Aufgrund von Corona sind in Indien seit drei Monaten alle Schulen geschlossen. Anfang Juni wurde die Schule im kleinen Rahmen gesegnet. Jetzt hoffen wir, bald alle Schüler und Schülerinnen im neu renovierten Gebäude begrüßen zu dürfen.

"Mehr als zwei Jahre haben wir zu Gott gebetet und gehofft, dass wir die Schule renovieren können. Dank euch und eurer großzügigen Spender und Spenderinnen haben wir es geschafft. Wir können kaum in Worte fassen, wie sehr wir uns darüber freuen. Anbu Illam ist eine besondere Einrichtung. Kinder mit Beeinträchtigungen finden dort einen Platz zum Lernen und können sich entfalten. Dies ist in Indien leider nicht selbstverständlich! Dank eurer Spenden können 54 Kinder weiterhin in guter und liebevoller Betreuung bleiben, und auch die Mitarbeiterinnen behalten ihren Arbeitsplatz und erhalten ihre Gehälter. " - Sr. Janet.

Wir von ORA sind erleichtert und dankbar, dass dieser Ort der Freude erhalten bleibt.
Vergelt’s Gott!

Mehr Fotos von den Renovierungsarbeiten und der Segnung des Gebäudes gibt es hier...
Fotos von der Schule vor der Renovierung gibt es hier...

Dienstag, Juni 23, 2020

Ardagger: Lebensmittel-Sammlerinnen trotzen der Krise

v.l.: Roswitha Korn, Sr. Irene, Sr. Cornelia
Die beiden Franziskanerinnen Sr. Cornelia und Sr. Irene aus Amstetten ließen sich nicht beirren und starteten die erste Sammelaktion seit der Lockerung der Vorschriften beim INTERSPAR in Amstetten.

v.l.: Franz Haag, Sr. Irene, Leopold Farfeleder,
Sr. Cornelia, Leo Naderer
Mit 105 Schachteln voll an wertvollen Lebensmitteln führen sie ihre Erfolge, die sie vor der Corona-Krise erzielten, beherzt weiter. Die Lebensmittel wurden ins ORA-Lager in Ardagger gebracht und werden zusammen mit Kleidung, Geschirr, Möbeln, Fahrrädern usw…. in den nächsten Wochen ihre Reise nach Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Albanien antreten. Auch insgesamt € 603,40 für den Transport wurden gespendet.

Danke an Sr. Cornelia und Sr. Irene für ihren unermüdlichen Einsatz für die Menschen, die große Not leiden. Danke an die Herren Franz Haag, Leo Naderer und Leopold Farfeleder für den Transport nach Ardagger.  Danke an Roswitha Korn und Herrn Abdallah für die Mithilfe beim Verpacken. Und keine Aktion wäre erfolgreich ohne die vielen Spenderinnen und Spender, die bei dieser Aktion mitmachen. Danke!

Montag, Juni 15, 2020

Familien stehen vor dem Nichts: Eure Hilfe ist gefragt!

indische Familien beim Gebet
Während wir uns hierzulande wieder vorsichtig in den Alltag zurückwagen, hat das Corona-Virus in unseren Projektländern wie Indien, Uganda, oder Rumänien immer noch drastische Auswirkungen auf die Menschen. Ermutigt durch die große Spendenbereitschaft in den letzten Wochen, bitten wir noch einmal um eure Hilfe!

Denn die Not vieler Menschen in unseren Projekten ist immer noch unvorstellbar groß. Die Folgen der Ausgangssperren sind für Millionen Menschen katastrophal, denn ihr Überleben hängt von ihrer täglichen Leistung ab. Menschen sind arbeitslos geworden. Gesundheitseinrichtungen sind überlastet. Ohne Zugang zu Wasser und Sanitäranlagen ist es unmöglich, auf Hygiene zu achten. Die Preise auf den Märkten schnellen in die Höhe. Familien stehen vor dem Nichts. 

Wir helfen weiterhin: Deshalb bitten wir noch einmal um eure Unterstützung für die Corona-Nothilfe. Eure Spende hilft zum Beispiel so:
  • Mit 10 Euro können wir eine Handwasch-Station in Uganda aufbauen, wo Kinder vielerorts bislang keine Möglichkeit haben, sich die Hände zu waschen.
  • Mit 50 Euro werden vier Familien in Indien mit einer Ration Lebensmittel für die nächsten Wochen beschenkt.
  • Mit 150 Euro kann für 120 Menschen in Rumänien eine warme, sättigende Mahlzeit durch unsere Suppenküchen gekocht werden. 
Vielerorts wissen die Menschen nicht, was die nächsten Monate bringen.
Fest steht, dass unsere Hilfe für Menschen in Not weitergehen muss.

Jede Spende schenkt Verzweifelten Hoffnung und Hungrigen Nahrung. 


Mittwoch, Juni 10, 2020

Ghana: Corona und seine Folgen

Juli mit ihrer Tochter und ihrem Baby
„Nicht das Virus an sich macht den Menschen Angst. Vielmehr sind es die Folgen der Ausgangs-beschränkungen, die die Menschen vor große Herausforderungen stellen“, erzählt ORA-Projektpartner Paul Otoo.

Das ORA-Team vor Ort in Ghana ist in den Dörfern rund um Okorase unterwegs um die Kinder und ihre Familien über das Virus aufzuklären, und um sie mit Reis oder Öl, sowie mit Handwasch-Stationen, Seife, Masken und Desinfektionsmittel zu unterstützen.

„Wir haben zum Beispiel Juli besucht, sie lebt mit 5 Kindern und ihrem 2 Wochen alten Baby allein. Ohne die Unterstützung von ORA wüsste sie nicht, woher sie Geld für Lebensmittel nehmen soll. Das Angesparte war bereits nach wenigen Tagen verbraucht. Durch die Corona-Maßnahmen sind alle Märkte geschlossen und es gibt keine Möglichkeit, Geld zu verdienen.“, so Paul.

Schulen, öffentliche Ansammlungen, Gottesdienste, Begräbnisse, Geschäfte: auch in Ghana wurde das öffentliche Leben rasch stillgelegt. Der Präsident gab nun bekannt, dass ab 15. Juni einige Einrichtungen unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Doch Schulen bleiben noch geschlossen. Lediglich für Schüler der Abschlussklassen höherer Schulen wird der Unterricht ab 29.6. wieder aufgenommen. Unsere Little Flower Schule, die aktuell vom Kindergarten bis zur 5. Klasse Grundschule reicht, bleibt leider noch geschlossen. Dies ist besonders deswegen schade, da kürzlich die letzten Bauarbeiten abgeschlossen wurden und das fertige Grundschulgebäude auf die Einweihung wartet. So hoffen wir, spätestens im September die Kinder im neuen Gebäude begrüßen zu dürfen!

Donnerstag, Juni 04, 2020

Eröffnung: ORA Flohmarkt Mauerkirchen

ORA Team in Mauerkirchen

die ersten Kunden an der Kassa...
Die geplante Eröffnung am 1. April musste verschoben werden. Nun war es aber endlich soweit. Am 3. Juni 2020 konnten wir endlich unseren neuen ORA Flohmarkt im Bezirk Braunau eröffnen. Ab sofort können in Mauerkirchen jeden Mittwoch von 9 - 13 Uhr, jeden Freitag von 10 - 17 Uhr, und jeden ersten Samstag im Monat von 9 - 13 Uhr Sachspenden abgegeben werden sowie für den guten Zweck eingekauft werden.

Ein großes DANKE geht an das tolle ehrenamtliche Team vor Ort, welches bereits in den vergangenen Wochen und Monaten viel Zeit & Mühe in dieses Projekt gesteckt hat. Ein weiteres DANKE geht natürlich auch an jene, die bereits Sachspenden abgegeben und für den guten Zweck eingekauft haben! 🙂

Nun geht es erst richtig los.... das Team vor Ort freut sich darauf, zahlreiche Kunden und Kundinnen im ORA Flohmarkt begrüßen zu dürfen! Wo? In der Spitzgasse 28 (ehem. Horn), in 5270 Mauerkirchen.

Mehr Fotos von der Eröffnung gibt es hier...

Freitag, Mai 22, 2020

Corona in Uganda: So helfen wir

Übergabe eines "Lernpaketes"
In Uganda gibt es offiziell noch sehr wenige Infizierte und keine Verstorbenen. Gewiss ist jedoch die Dunkelziffer viel höher. Es werden nicht genügend Tests durchgeführt und der Zugang zum Gesundheitssystem ist schlecht. Die ugandische Regierung hat rasch Maßnahmen gesetzt. Zwischen 19:00 Uhr und 6:30 Uhr herrscht zum Beispiel eine strikte Ausgangssperre, welche von der Polizei kontrolliert wird. Auch die Schulen wurden sofort geschlossen.

Kleine Geschäfte und Unternehmen dürfen mittlerweile zwar unter strengen Auflagen wieder öffnen, doch öffentliche Ansammlungen sind weiterhin verboten. Das bedeutet auch, dass Märkte, wo viele sonst ihre Produkte verkaufen, geschlossen sind. Zusätzlich sind Grundnahrungsmittel wie Mais oder Zucker seit dem „Lockdown“ teurer geworden.

Um den versäumten Unterrichtsstoff nach zu holen, konnte das ORA-Team in den Projektdörfern im Arua District „Lernpakete“ an unsere Patenkinder und andere Schüler ausgeben. Nur mit extra Förderung haben diese Kinder eine Chance, das Schuljahr positiv abzuschließen.

Im Moment ist Regenzeit in Uganda und die Ernte gedeiht gut. Doch aktuell ist die Situation für viele Bauern schwierig, denn das Geld zum Bepflanzen der Gärten fehlt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Damit die Menschen dennoch sofort mit den Saisonarbeiten starten können, verteilen wir mit dem ORA-Team vor Ort Gemüsesamen, wie zum Beispiel Maissamen, aber auch Süßkartoffel-Pflänzchen. Zusätzlich erhalten sie Gartenhacken zum Bearbeiten der Felder.

In einigen Dörfern wurden außerdem einfache Handwasch-Stationen aufgestellt und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Mehr Fotos unserer Corona-Nothilfe hier...

DANKE, dass wir all das durch eure Spenden möglich machen können!

Dienstag, Mai 19, 2020

Corona-Nothilfe: Hilfstransporte

Verteilung von Lebensmittel
im Kreis Botosani in Rumänien
In den vergangenen Wochen wurden wir vermehrt gefragt, ob wir denn aktuell überhaupt Hilfstransporte abwickeln können bzw. wir Sachspenden annehmen. 

JA! Auch jetzt, während der Corona-Pandemie, verlassen jede Woche mehrere LKWs, voll beladen mit wertvollen Hilfsgütern, unser ORA-Lager in Andorf. Vor allem Lebensmittel sind derzeit gefragt. Wir sind daher sehr dankbar, dass uns auch immer wieder Firmen große Mengen an Lebensmittelprodukten zur Verfügung stellen.

Verteiltung von Lebensmittel in Suceava
und Umgebung, Rumänien.
Mehr Fotos hier...
Alleine seit Anfang des Jahres konnten wir über 70 Transporte nach Osteuropa weiterleiten. Die Sachspenden werden anschließend, in Zusammenarbeit mit unseren ORA-Projektpartnern vor Ort, sinnvoll an Menschen in Not verteilt. 

Wir sind dankbar für all die fleißigen Ehrenamtlichen, die uns Woche für Woche bei den Verladungen helfen. Auch sind wir dankbar für alle, die für die Finanzierung dieser Hilfstransporte spenden.

Dienstag, Mai 12, 2020

Corona in Indien: Sr. Ephrem berichtet

Seit Ende März gibt es in Indien strenge Ausgangssperren. Das Haus darf man nur verlassen, wenn man Lebensmittel oder Medikamente besorgen muss. Mit dem Auto darf man nur mit einer speziellen Sondergenehmigung unterwegs sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen.

Übergabe von Lebensmittel an Bedürftige
„Gott sei Dank ist bisher niemand aus den Kinderparlamenten oder den Dörfern am Virus erkrankt“, schreibt uns ora-Projektpartnerin Sr. Ephrem. Doch durch die Corona-Maßnahmen ist die Situation für die Menschen in Indien extrem schwierig. Wie sollen Tagelöhner-Familien wochenlang ohne Arbeits-möglichkeit und ohne Essen überleben? 

Der südöstliche Bundesstaat Tamil Nadu, in dem unsere ora-Projektpartner arbeiten und auch die Patenkinder zu Hause sind, zählt zu den am meisten Betroffenen Bundesstaaten Indiens. Die Verzweiflung der Menschen steigt. Die Sperre gilt vorerst bis 17. Mai. Sr. Ephrem vermutet, dass das neue Schuljahr, welches normalerweise im Juni beginnt, erst im August beginnen kann.

„Täglich kommen Hunderte von Menschen zu uns ins Kloster und bitten uns um etwas Reis. Aber es sind Tausende, die Hilfe brauchen. Alleine in den Kinderparlamenten sind 1.387 Kinder.“ Sie möchte daher ab sofort an möglichst viele Familien Lebensmittel-Pakete mit Reis, Öl, Linsen und Gewürzen verteilen. "Obwohl es nicht viele Infizierte bei uns in der Gegend gibt, hat die Armut stark zugenommen. Wir fühlen überall die Leere. Die Preise für Lebensmittel sind sofort in die Höhe gegangen. Wir hoffen und beten, dass sich dieses Chaos bald ändern wird.“ erzählt Sr. Ephrem.

Unsere Projektpartner vor Ort kümmern sich auch in dieser schwierigen Zeit um die, die dringend Hilfe benötigen. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag hilft uns, wichtige Unterstützung zu leisten. Vergelt's Gott!

Spendenkonto:
AT88 4480 0371 5539 0000
Zweck: "Corona-Nothilfe"
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Mittwoch, Mai 06, 2020

z'Mittag Teilen 2020: Danke!

Für viele Schulkinder, die in Armut leben, ist der tägliche Schulbesuch ein Stück „Auszeit“ von Hunger, Gewalt und Not. Dank eurer Spenden für die Fastenaktion "z'Mittag teilen" können wir diese Kinder und ihre Familien auch weiterhin mit Essen versorgen. Vielen Dank dafür!

Unsere ora-Projektpartner in Rumänien, Haiti und auch Ghana sind dankbar, dass sie inmitten der Angst vor Corona auch weiterhin Hilfe für bedürftige Menschen leisten können.
Jozsi Mucui, ora-Projektpartner aus Rumänien, muss zum Beispiel die tägliche Essensausgabe aus seiner Suppenküche pausieren, doch nun verteilt er Mahlzeiten und Lebensmittel direkt in der Armensiedlung von Targu Mures: (MEHR BILDER HIER): „Ich bitte die Menschen, nach und nach in so kleinen Gruppen wie nur möglich zu kommen, und nach dem Erhalt der Mahlzeit sofort wieder in ihre Häuser zurück zu gehen. Doch man spürt auch hier: Die Not ist groß! Aus Angst, nichts abzubekommen, halten sich viele nicht an die Regeln.“

„Wir sind froh, dass wir Hilfe leisten können und nicht nur still herumsitzen müssen. Täglich kommen so viele Menschen auf mich zu und bitten darum, dass wir wieder kochen. Wir sind dankbar, dass wir helfen können und auch einen weiteren ora-Hilfstransport mit wichtigen Lebensmitteln erhalten haben. Die Lage hier in Rumänien ist schlimm. Die Preise vieler Lebensmittel sind in die Höhe geschnellt.“

Dank der Unterstützung von vielen Spendern können wir in dieser schwierigen Zeit Hunger lindern. Auch sind wir dankbar über die Gewissheit, sofort wieder mit den Schulspeisungen beginnen zu können, sobald die Schulen in unseren ora-Projekten wieder öffnen dürfen.

Die Menschen in unseren ora-Projektländern sind auch weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende! 

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Donnerstag, April 23, 2020

Albanien: 25 Jahre Missionsstation in Fushë-Arrëz

Sr. Gratias und Br. Adnreas
Foto: Missionsstation Fushe-Arrez
Seit vielen Jahren unterstützt ora international die Arbeit von Sr. Gratias Ruf rund um die Missionssation in Nordalbanien. Anlässlich des 25 Jahre Jubiläums der Missionsstation in Fushë-Arrëz blickt Br. Andreas Waltermann mit uns in die Vergangenheit und erzählt, was ihn für die Zukunft bewegt. Er selbst kam 2008 als Kapuziner und Priester nach Fushë-Arrëz, und lebt seitdem auf der Missionssation.

"Am 26. April 1995 kamen die beiden deutschen Franziskanerinnen Sr. Gratias Ruf und Sr. Bernadette Ebenhoch nach Fushë-Arrëz, eine heruntergekommene, kommunistische Arbeiterstadt im Nordosten Albaniens. Hier fanden Menschen aus den umliegenden Dörfern Arbeit in der Kupferscheide, in den Sägewerken, der Spanplattenfabrik und dem großen LKW-Reparatur-Werk. Damals hatte Fushë-Arrëz ca. 9.500 Einwohner und war sehr, sehr arm. Das hat sich bis heute kaum geändert.

Die Schwestern begannen damals recht bald nach ihrer Ankunft damit, die Kinder und Jugendlichen um sich zu sammeln, mit ihnen zu singen und zu beten. Auch organisierten sie soziale Hilfen, wie die Unterstützung mit Lebensmitteln, Bekleidung, Matratzen und Anderem. Immer wieder wurden auch völlig schlechte Häuser armer Familien repariert oder sogar neu gebaut. Bald wurde auch eine Kindertagesstätte errichtet, wo wir aktuell 55 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren betreuen.

Die Bergregion um Fushë-Arrëz herum gilt als die ärmste in Albanien. Sehr viele Menschen leben von der geringen Sozialhilfe, zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Korruption ist alltäglich und allgegenwärtig, sei es in der kommunalen Verwaltung, im Gesundheitswesen, in der Schule – überall. Versicherungen, Altersversorgung und Krankenkassen oder Mieterschutz sind nicht existent."

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Mittwoch, April 15, 2020

Frühjahrs Hilfsgüter-Sammlungen 2020

Neben den ganzjährigen Abgabemöglichkeiten (zu finden auf unserer Homepage), möchten wir auf unsere Frühjahrs-Sammlungen in den nächsten Wochen aufmerksam machen. Hier werden die Sachspenden direkt auf einen LKW verladen und nach Bulgarien gebracht.

Aufgrund der aktuellen Lage wurden manche Sammlungen abgesagt oder verschoben. Für aktuelle Termine beachtet bitte das unten stehende Dokument:

ORTE & TERMINE FRÜHJAHR-SAMMLUNG 2020

Der Kalender auf unser Homepage wird stets aktuell gehalten. Bitte im Zweifelsfall hier nachsehen oder die Zuständigen der Sammlung kontaktieren.

Sachspenden sind für unsere Projekte in Osteuropa von großer Bedeutung. Alleine im Jahr 2019 wurden 266 Lieferungen - kleine und große – durch uns in Österreich und Deutschland befüllt und in Osteuropa abgeladen. Das entspricht rund fünf Transporten pro Woche.

Wir danken allen, die auf verschiedene Art und Weise Hilfsgüter und Sachspenden sammeln. Der Bedarf ist weiterhin gegeben, insbesondere um unsere Arbeit in Bulgarien aufrecht erhalten zu können.


Freitag, April 10, 2020

Corona in Indien: Pastor John berichtet

Die indische Regierung hat am 24. März eine totale Ausgangssperre für vorerst 21 Tage ausgerufen. 1,4 Milliarden Menschen sind davon betroffen, wovon es auch dort vor allem die Ärmsten trifft. Mittlerweile breitet sich das Virus auch in den Slums aus. 

„Arme Menschen können die Ausgangssperre nicht einhalten. Sie müssen sich etwas zu Essen organisieren.“, berichtet ora-Projektpartner Pastor John Rajiah vom Hilfswerk EWM. Viele können es sich nicht leisten, sich für mehrere Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Sie müssen täglich arbeiten, um sich am Ende des Tages etwas kaufen zu können. Man sagt, dass in Indien bereits mehr Menschen an den Folgen der Ausgangssperre gestorben sind, als durch das Virus selbst. Die Menschen sind stark von Hunger bedroht.

Pastor John und sein Team verteilen daher Lebensmittel in Puddukottai und Umgebung: „Alleine vergangenen Sonntag wurden knapp 1000 Portionen warmes Essen gekocht und in mehreren Dörfern verteilt. Auch Masken, die wir in unserer Nähschule genäht haben, wurden an die Menschen verteilt. Die lokalen Behörden haben uns Sondergenehmigungen erteilt. Auch in den kommenden Tagen wollen wir weitere Lebensmittel verteilen. Wir sind dankbar über jede Unterstützung! Gott segne euch alle! Danke!“

Wir sind über jeden finanziellen Beitrag dankbar! Nur dank eurer Hilfe können wir den Menschen in unseren Projektländern in dieser schweren Zeit helfen. Danke!

Spendenkonto:
AT88 4480 0371 5539 0000
Zweck: "Corona-Nothilfe"

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Freitag, April 03, 2020

Corona-Nothilfe: wir bitten um Hilfe!

Unsere Projektpartner gaben uns in den letzten Tagen Einblicke, welch verheerenden Folgen die Corona-Pandemie für strukturschwache Länder wie Rumänien, Albanien, Bulgarien, Indien oder Ghana hat. Wir haben bereits hier am ora-Blog berichtet.

Verteilung von u.a. Pizza in Rumänien
Deshalb bemühen wir uns, sofort Corona-Nothilfe für bedürftige, allein-stehende und ältere Menschen in unseren Projektländern umzusetzen. Alleine letzte Woche konnten wir vier Hilfstransporte mit Lebensmitteln nach Rumänien weiterleiten. Soeben wird bereits ein neuer LKW bei uns in Andorf beladen. Zusätzlich ermöglichen wir die Ausgabe von Mahlzeiten, Lebensmitteln und Seife an Menschen in Rumänien und Ghana. Und wir rechnen damit, dass wir in den nächsten Wochen mit verschiedenen Härtefällen konfrontiert werden, wo Soforthilfe nötig wird. 
Helfer beim Abladen der Lebensmittel in Rumänien

Die Corona-Krise betrifft uns alle. Wir wissen, dass auch Sie sich Sorgen um Gesundheit, Arbeitsplatz, den eigenen Betrieb und/oder ihre Zukunft machen.

Dennoch bitten wir Sie in dieser schwierigen Zeit, auch an jene zu denken, die es womöglich noch schwerer haben als wir. Jede Spende für unsere Corona-Nothilfe rettet Leben und stillt Hunger. 

Spendenkonto:
AT88 4480 0371 5539 0000
Zweck: "Corona-Nothilfe"

oder spenden Sie gleich hier online.

Wir sind unendlich dankbar für jeden finanziellen Beitrag und auch für jedes Gebet.
Danke für Ihre treue Hilfe.

Montag, März 30, 2020

Corona in Rumänien: Angelika Wenger berichtet

Auch in Rumänien hat das Coronavirus den Alltag der Menschen radikal verändert. „Ich war heute wieder im Umkreis der Stadt Calan unterwegs. Es ist eine fast gespenstige Leere. Mehrmals wurde ich von der Polizei angehalten. Es herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen und jeder muss ein Formular mit sich tragen, das zum Verlassen des Hauses berechtigt", erzählt uns Angelika Wenger, unsere langjährige Projektpartnerin in Calan in Rumänien.

Sie berichtet uns von den Schwierigkeiten, die die aktuelle Lage mit sich bringen:

Angelika Wenger mit ihrem Mann Mathias (li.)
und Hanspeter Hofinger (re.)
„Wir möchten alle Menschen, die bislang bei uns in der Armenküche gespeist wurden, auch weiter versorgen. Seit über zwei Wochen haben wir offiziell die Räumlichkeiten geschlossen, aber mit der Genehmigung des Amtes dürfen wir nun weiter kochen. Die Essensausgabe erfolgt durch das Fenster, mit entsprechenden Hygienevorschriften. Das ist wichtig, um auch unsere Mitarbeiter zu schützen.

Köchinnen der "Armenküche"
Alle anderen Mitarbeiter musste ich nun offiziell kündigen (bis jetzt hatten sie noch regulären Urlaub), was mir sehr schwerfällt. Wir wissen auch nicht wie es weiter geht. Unsere drei Geschäfte bzw. der Flohmarkt waren uns eine sehr große Stütze und wichtige Einnahmequelle zur Kostendeckung unserer Hilfeleistungen. Doch sie müssen geschlossen bleiben.
Armensiedlung in Calan

Die Menschen sind von Armut und Hunger bedroht. Heute habe ich allen Bedürftigen, die sich täglich ein warmes Essen von der Kantine abholen dürfen, offizielle Papiere gegeben. Das erlaubt ihnen, zu Fuß durch die Stadt zu laufen. Außerdem versuchen wir auch in die abgelegenen Dörfer zu fahren und alleinstehende, ältere Menschen bzw kranke Familien zu erreichen.

Ich denke, die wirklich ganz große Welle steht noch vor uns. Wir danken jetzt schon für jede Art von Unterstützung! Der Herr vergelts euch! Bleibt bitte alle gesund und verliert eure Zuversicht und Hoffnung nicht. Angelika Wenger“

Corona betrifft uns alle und erreicht leider auch die Ärmsten der Armen. Wir bitten euch: Bleibt uns und den Menschen in unseren Projekten weltweit verbunden.  

Eure Spende für Menschen in Not ist heute wichtiger denn je.
Vergelt's Gott!