Freitag, Mai 22, 2020

Corona in Uganda: So helfen wir

Übergabe eines "Lernpaketes"
In Uganda gibt es offiziell noch sehr wenige Infizierte und keine Verstorbenen. Gewiss ist jedoch die Dunkelziffer viel höher. Es werden nicht genügend Tests durchgeführt und der Zugang zum Gesundheitssystem ist schlecht. Die ugandische Regierung hat rasch Maßnahmen gesetzt. Zwischen 19:00 Uhr und 6:30 Uhr herrscht zum Beispiel eine strikte Ausgangssperre, welche von der Polizei kontrolliert wird. Auch die Schulen wurden sofort geschlossen.

Kleine Geschäfte und Unternehmen dürfen mittlerweile zwar unter strengen Auflagen wieder öffnen, doch öffentliche Ansammlungen sind weiterhin verboten. Das bedeutet auch, dass Märkte, wo viele sonst ihre Produkte verkaufen, geschlossen sind. Zusätzlich sind Grundnahrungsmittel wie Mais oder Zucker seit dem „Lockdown“ teurer geworden.

Um den versäumten Unterrichtsstoff nach zu holen, konnte das ORA-Team in den Projektdörfern im Arua District „Lernpakete“ an unsere Patenkinder und andere Schüler ausgeben. Nur mit extra Förderung haben diese Kinder eine Chance, das Schuljahr positiv abzuschließen.

Im Moment ist Regenzeit in Uganda und die Ernte gedeiht gut. Doch aktuell ist die Situation für viele Bauern schwierig, denn das Geld zum Bepflanzen der Gärten fehlt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Damit die Menschen dennoch sofort mit den Saisonarbeiten starten können, verteilen wir mit dem ORA-Team vor Ort Gemüsesamen, wie zum Beispiel Maissamen, aber auch Süßkartoffel-Pflänzchen. Zusätzlich erhalten sie Gartenhacken zum Bearbeiten der Felder.

In einigen Dörfern wurden außerdem einfache Handwasch-Stationen aufgestellt und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Mehr Fotos unserer Corona-Nothilfe hier...

DANKE, dass wir all das durch eure Spenden möglich machen können!

Dienstag, Mai 19, 2020

Corona-Nothilfe: Hilfstransporte

Verteilung von Lebensmittel
im Kreis Botosani in Rumänien
In den vergangenen Wochen wurden wir vermehrt gefragt, ob wir denn aktuell überhaupt Hilfstransporte abwickeln können bzw. wir Sachspenden annehmen. 

JA! Auch jetzt, während der Corona-Pandemie, verlassen jede Woche mehrere LKWs, voll beladen mit wertvollen Hilfsgütern, unser ORA-Lager in Andorf. Vor allem Lebensmittel sind derzeit gefragt. Wir sind daher sehr dankbar, dass uns auch immer wieder Firmen große Mengen an Lebensmittelprodukten zur Verfügung stellen.

Verteiltung von Lebensmittel in Suceava
und Umgebung, Rumänien.
Mehr Fotos hier...
Alleine seit Anfang des Jahres konnten wir über 70 Transporte nach Osteuropa weiterleiten. Die Sachspenden werden anschließend, in Zusammenarbeit mit unseren ORA-Projektpartnern vor Ort, sinnvoll an Menschen in Not verteilt. 

Wir sind dankbar für all die fleißigen Ehrenamtlichen, die uns Woche für Woche bei den Verladungen helfen. Auch sind wir dankbar für alle, die für die Finanzierung dieser Hilfstransporte spenden.

Dienstag, Mai 12, 2020

Corona in Indien: Sr. Ephrem berichtet

Seit Ende März gibt es in Indien strenge Ausgangssperren. Das Haus darf man nur verlassen, wenn man Lebensmittel oder Medikamente besorgen muss. Mit dem Auto darf man nur mit einer speziellen Sondergenehmigung unterwegs sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Strafen rechnen.

Übergabe von Lebensmittel an Bedürftige
„Gott sei Dank ist bisher niemand aus den Kinderparlamenten oder den Dörfern am Virus erkrankt“, schreibt uns ora-Projektpartnerin Sr. Ephrem. Doch durch die Corona-Maßnahmen ist die Situation für die Menschen in Indien extrem schwierig. Wie sollen Tagelöhner-Familien wochenlang ohne Arbeits-möglichkeit und ohne Essen überleben? 

Der südöstliche Bundesstaat Tamil Nadu, in dem unsere ora-Projektpartner arbeiten und auch die Patenkinder zu Hause sind, zählt zu den am meisten Betroffenen Bundesstaaten Indiens. Die Verzweiflung der Menschen steigt. Die Sperre gilt vorerst bis 17. Mai. Sr. Ephrem vermutet, dass das neue Schuljahr, welches normalerweise im Juni beginnt, erst im August beginnen kann.

„Täglich kommen Hunderte von Menschen zu uns ins Kloster und bitten uns um etwas Reis. Aber es sind Tausende, die Hilfe brauchen. Alleine in den Kinderparlamenten sind 1.387 Kinder.“ Sie möchte daher ab sofort an möglichst viele Familien Lebensmittel-Pakete mit Reis, Öl, Linsen und Gewürzen verteilen. "Obwohl es nicht viele Infizierte bei uns in der Gegend gibt, hat die Armut stark zugenommen. Wir fühlen überall die Leere. Die Preise für Lebensmittel sind sofort in die Höhe gegangen. Wir hoffen und beten, dass sich dieses Chaos bald ändern wird.“ erzählt Sr. Ephrem.

Unsere Projektpartner vor Ort kümmern sich auch in dieser schwierigen Zeit um die, die dringend Hilfe benötigen. Dafür sind wir auf Spenden angewiesen. Jeder Beitrag hilft uns, wichtige Unterstützung zu leisten. Vergelt's Gott!

Spendenkonto:
AT88 4480 0371 5539 0000
Zweck: "Corona-Nothilfe"
oder spende gleich hier online.

Mittwoch, Mai 06, 2020

z'Mittag Teilen 2020: Danke!

Für viele Schulkinder, die in Armut leben, ist der tägliche Schulbesuch ein Stück „Auszeit“ von Hunger, Gewalt und Not. Dank eurer Spenden für die Fastenaktion "z'Mittag teilen" können wir diese Kinder und ihre Familien auch weiterhin mit Essen versorgen. Vielen Dank dafür!

Unsere ora-Projektpartner in Rumänien, Haiti und auch Ghana sind dankbar, dass sie inmitten der Angst vor Corona auch weiterhin Hilfe für bedürftige Menschen leisten können.
Jozsi Mucui, ora-Projektpartner aus Rumänien, muss zum Beispiel die tägliche Essensausgabe aus seiner Suppenküche pausieren, doch nun verteilt er Mahlzeiten und Lebensmittel direkt in der Armensiedlung von Targu Mures: (MEHR BILDER HIER): „Ich bitte die Menschen, nach und nach in so kleinen Gruppen wie nur möglich zu kommen, und nach dem Erhalt der Mahlzeit sofort wieder in ihre Häuser zurück zu gehen. Doch man spürt auch hier: Die Not ist groß! Aus Angst, nichts abzubekommen, halten sich viele nicht an die Regeln.“

„Wir sind froh, dass wir Hilfe leisten können und nicht nur still herumsitzen müssen. Täglich kommen so viele Menschen auf mich zu und bitten darum, dass wir wieder kochen. Wir sind dankbar, dass wir helfen können und auch einen weiteren ora-Hilfstransport mit wichtigen Lebensmitteln erhalten haben. Die Lage hier in Rumänien ist schlimm. Die Preise vieler Lebensmittel sind in die Höhe geschnellt.“

Dank der Unterstützung von vielen Spendern können wir in dieser schwierigen Zeit Hunger lindern. Auch sind wir dankbar über die Gewissheit, sofort wieder mit den Schulspeisungen beginnen zu können, sobald die Schulen in unseren ora-Projekten wieder öffnen dürfen.

Die Menschen in unseren ora-Projektländern sind auch weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen. Wir freuen uns über jede Spende! 

Spendenkonto:
AT88 4480 0371 5539 0000
Zweck: "Corona-Nothilfe"

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Donnerstag, April 23, 2020

Albanien: 25 Jahre Missionsstation in Fushë-Arrëz

Sr. Gratias und Br. Adnreas
Foto: Missionsstation Fushe-Arrez
Seit vielen Jahren unterstützt ora international die Arbeit von Sr. Gratias Ruf rund um die Missionssation in Nordalbanien. Anlässlich des 25 Jahre Jubiläums der Missionsstation in Fushë-Arrëz blickt Br. Andreas Waltermann mit uns in die Vergangenheit und erzählt, was ihn für die Zukunft bewegt. Er selbst kam 2008 als Kapuziner und Priester nach Fushë-Arrëz, und lebt seitdem auf der Missionssation.

"Am 26. April 1995 kamen die beiden deutschen Franziskanerinnen Sr. Gratias Ruf und Sr. Bernadette Ebenhoch nach Fushë-Arrëz, eine heruntergekommene, kommunistische Arbeiterstadt im Nordosten Albaniens. Hier fanden Menschen aus den umliegenden Dörfern Arbeit in der Kupferscheide, in den Sägewerken, der Spanplattenfabrik und dem großen LKW-Reparatur-Werk. Damals hatte Fushë-Arrëz ca. 9.500 Einwohner und war sehr, sehr arm. Das hat sich bis heute kaum geändert.

Die Schwestern begannen damals recht bald nach ihrer Ankunft damit, die Kinder und Jugendlichen um sich zu sammeln, mit ihnen zu singen und zu beten. Auch organisierten sie soziale Hilfen, wie die Unterstützung mit Lebensmitteln, Bekleidung, Matratzen und Anderem. Immer wieder wurden auch völlig schlechte Häuser armer Familien repariert oder sogar neu gebaut. Bald wurde auch eine Kindertagesstätte errichtet, wo wir aktuell 55 Kinder zwischen 2 und 6 Jahren betreuen.

Die Bergregion um Fushë-Arrëz herum gilt als die ärmste in Albanien. Sehr viele Menschen leben von der geringen Sozialhilfe, zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel. Korruption ist alltäglich und allgegenwärtig, sei es in der kommunalen Verwaltung, im Gesundheitswesen, in der Schule – überall. Versicherungen, Altersversorgung und Krankenkassen oder Mieterschutz sind nicht existent."

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