Montag, Oktober 13, 2014

Ärzte ehrenamtlich im Einsatz in Rumänien

Zum wiederholten Mal ist das Arzt-Ehepaar Dr. Hans und Theresia Rettenbacher aus Tirol auf eigene Kosten im September 2014 nach Rumänien gefahren, um im Projekt in Apata nahe Brasov jenen Menschen medizinische Hilfe zukommen zu lassen, die keine Möglichkeit haben, einen Arzt zu konsultieren. Lesen Sie die ehrlichen Zeilen der beiden ehrenamtlichen Helfer über die Entwicklungen in diesem ländlichen Gebiet Rumäniens:
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Liebe Freunde von Ora,

Wir sind nun seit 1 Woche wieder zurück von unserem diesjährigen Einsatz in Rumänien. Es war mit vielen Armen eine große Freude des Wiedersehens. Nachdem unsere Medikamente diesmal mit Verspätung angekommen sind, konnten wir gleich am zweiten Tag mit unserer Arbeit beginnen. Auch unsere Untersuchungsliege, die schon früher von ORA nach Apata geschickt wurde, stand bereit und wurde zusammen mit unseren Schachteln voll Medikamenten als Wander-Ordination mit dem Anhänger von Dorf zu Dorf gebracht. Leider haben sich die Straßenverhältnisse gegenüber den Vorjahren sogar noch verschlechtert. Die Brücke über die Alt ist nun ganz kaputt und so mussten wir große Umwege über staubige und holprige Straßen in Kauf nehmen. Überhaupt haben wir sehnsüchtig Ausschau gehalten nach Veränderungen zum Besseren und wenig gefunden. Einige Romahütten sind vielleicht ein bisschen besser und stabiler, dort wo die Menschen zeitweilig ins Ausland zum Arbeiten gehen. Insgesamt bewegt sich aber sehr wenig. Auch sahen wir da und dort einen alten sowjetischen Traktor, das war's aber dann auch.
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Unsere Einsätze wurden gut von den Projektleitern, Eduard und Ibi Rudolf, und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorbereitet und begleitet. Wenn ich manchmal ungeduldig wurde und mich auch ärgern konnte, dass die Menschen von selbst so wenig auf die Reihe kriegen, hat mich Ibi immer wieder erinnert, all das mit Gottes Brille zu sehen und Geduld mit ihnen zu haben. Diese Geduld üben Eduard und Ibi in ganz vorbildlicher Weise sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Menschen in den Dörfern.

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Wir waren auch da als ein großer LKW mit Gütern von ORA aus Andorf ankam und haben gestaunt wie umsichtig Eduard mit seinem Team die kostbaren Sachen mit großer Freude austeilte, während Ibi mit großem Einsatz den ganzen Tag unsere medizinische Tätigkeit als Dolmetscherin begleitete.

Wie jedes Jahr hatten wir wieder das Gefühl vom Tropfen auf den heißen Stein. Als wir aber immer wieder die Freude und Dankbarkeit der Patienten erleben durften, hatten wir doch das Erlebnis, ein wenig Licht in das Leben dieser Menschen bringen zu können und ihnen zu vermitteln, dass sie nicht ganz vergessen sind von uns wohlhabenden Mitmenschen im Westen Europas.

Alles Liebe und Gottes Segen für all Euer Wirken

Theresia und Hans

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